Lecker, magen- und darmschonend – diese Küchenkräuter fördern die Verdauung

Magen-Darm-Störungen
Hier sieht man Kräuter die bei Magen-Darm-Beschwerden zum Kochen verwendet werden können.
Kräuter sorgen nicht nur für einen tollen Geschmack im Essen, die Pflanzen können noch viel mehr. Sie wirken mit ihren Inhaltsstoffen positiv auf die Verdauung und schonen den Darm. Welche Kräuter das sind und wie Sie diese in der Küche verwenden können, erfahren Sie hier.

Viele Menschen leiden unter Magen‐Darm‐Problemen und unter Beschwerden, wie Blähungen, Bauchkrämpfen oder Durchfall. Doch dagegen ist ein Kraut gewachsen: Salbei, Lavendel, Pfefferminze, Melisse, Thymian, Rosmarin, Majoran, Kümmel und Ingwer geben dem Essen nicht nur das gewisse Etwas, sondern helfen auch bei Völlegefühl und können auch Übelkeit vermindern. Die ätherischen Öle, Gerb‐ und Bitterstoffe sowie Scharfstoffe regen die Darmbewegung an und fördern die Produktion von Verdauungssäften.

Für mehr Genuss am Essen und einen entspannten Bauch

Der Einsatz von Kräutern in der Küche kann Speisen besser verträglich machen und Beschwerden verringern. Die unterschiedlichen Gewächse sehen nicht nur schön aus, sondern geben den Speisen das gewisse Etwas und Aroma. Würzen Sie deshalb Ihr Essen regelmäßig mit Kräutern, insbesondere wenn Sie blähende Lebensmittel beim Kochen verwenden oder diese zu fettreich sind. Auch ein Kräutertee nach dem Essen hilft und wirkt Problemen entgegen.

Diese Kräuter wirken wohltuend auf die Verdauung:

Petersilie

Petersilie ist ein Allroundtalent und der Liebling in den meisten Küchen. Das grüne Kraut verleiht den Speisen ein herbes Aroma und wirkt durch die ätherischen Öle antibakteriell. So haben ungesunde Darmbakterien keine Chance und eine gesunde Darmflora wird gefördert. Mit Blattpetersilie in gehackter Form bekommt jedes Gericht eine schmackhafte Vollendung. Aber auch grob gezupft, in der Suppe oder als Pesto macht Petersilie – kraus oder glatt – eine gute Figur.

Majoran und Oregano

Diese beiden würzigen Kräuter gehören zur gleichen Pflanzengattung und sehen sehr ähnlich aus. Beide Kräuter sind würzig, süßlich sowie aromatisch und passen sehr gut in die mediterrane Küche. Aber auch zu deftiger Hausmannskost wie Gulasch, Kartoffelsuppe oder einem Gemüseauflauf munden diese Kräuter. Beide wirken wohltuend auf die Verdauung und regulieren die Magensaftproduktion.

Minze

Frisch und würzig schmeckt Minze in Getränken, Salaten, Suppen oder Süßspeisen. Besonders die frischen Blätter haben es in sich. Bei einem leichten Völlegefühl oder Bauchschmerzen ist ein Tee aus heiß aufgegossenen Minzblättern wohltuend. Das enthaltene Menthol hilft, leichte Bauchkrämpfe zu lösen und den Appetit anzuregen.

Melisse

Die zitronig‐frische Melisse kann mehr als nur Garnitur auf dem Dessert sein. Sie schmeckt in Drinks, Smoothies, Salaten, Cremes oder als Pesto. Ihre ätherischen Öle und Bitterstoffe helfen bei Nervosität und Unruhe. So wird ein nervöser Magen beruhigt und die Verdauung gefördert.

Thymian

Thymian sollte ein fester Bestandteil in der Kräuterküche sein. Er schmeckt herrlich aromatisch, würzig und frisch. Die enthaltenen ätherischen Öle des Krauts haben einen antibakteriellen, entzündungshemmenden und krampflösenden Effekt. Bei Magenproblemen wirkt ein Tee wohltuend. Besonders bei der Zubereitung von Fisch, Gemüsepfannen, Kartoffelpüree und Dressing triumphiert Thymian geschmacklich.

Rosmarin

Neben Thymian ist auch Rosmarin beliebt in der mediterranen Küche. Der herb‐würzige Geschmack passt zu herzhaften und süßen Speisen und Getränken. Die Enden der Nadeln wirken durch ihre ätherischen Öle verdauungsfördernd, kreislaufanregend und durchblutungsfördernd. So schmeckt Rosmarin zu Kartoffeln, Tofu, gebratenen Möhren, Ofengemüse und Tomatensuppe. Auch in einem fruchtigen Eis mit Erdbeeren und Himbeeren macht sich das holzige Aroma des Rosmarins richtig toll.

Basilikum

Der Klassiker der italienischen Küche ist sehr vielseitig und schmeckt in pikanten sowie süßen Speisen. Haben Sie schon einmal Vanilleeis mit Basilikum oder einen Apfelaufstrich mit den gehackten Blättern probiert? Das ist einfach köstlich! Das Aroma ist mild, warm und duftend. Neben einem Pesto, schmeckt das zarte Kraut zu Nudeln, in Saucen, Salaten und Gemüse. Basilikum enthält eine Vielzahl an ätherischen Ölen und wirkt entzündungshemmend sowie verdauungsfördernd.

Lavendel

Besonders den dekorativen und blaublühenden Lavendel lieben Hummeln und Bienen im Kräutergarten. Die ätherischen Öle des Lavendels wirken wohltuend, beruhigend und ausgleichend, besonders auf einen gestressten Darm. Für die Küche sollte nur echter Lavendel verwendet werden, denn dieser ist essbar und schmeckt in Desserts, Lammgerichten, zu Süßkartoffeln und in Salaten herrlich aromatisch.

Salbei

Salbei wird in vielen Regionen der Welt als lebensverlängernd angepriesen. Und das hat seinen Grund: Die Bitterstoffe und ätherischen Öle des Salbeis unterstützen die Galle bei ihrer Arbeit und verbessern so die Fettverdauung. Das intensiv schmeckende Kraut ist gut geeignet, um Pasta, Kartoffeln und Fisch zu verfeinern.

Portulak

Die zarten Blätter mit dem langen Stiel haben einen milden und leicht mineralischen Geschmack. Die Blätter liefern Eisen und Omega‐3‐Fettsäuren und wirken antibakteriell sowie leichten Darmbeschwerden entgegen. Die Blättchen schmecken toll als Salat, in Suppen, Saucen oder im Smoothie.

 

Tipp: Auf der Fensterbank, auf dem Balkon oder im Garten: Zahlreiche Kräuter lassen sich gut zu Hause anbauen. So haben Sie immer frische Kräuter für's Kochen oder für die Teezubereitung griffbereit. Achten Sie darauf, dass Sie Bio‐Pflanzen kaufen, da diese nicht mit Schadstoffen belastet sind oder mit Pestziden gespritzt werden.