CHRONISCH-ENTZÜNDLICHE DARMERKRANKUNGEN

Schmerzen und Krämpfe im Bauch, Übelkeit und immer wieder Durchfall - in Deutschland leiden rund 300.000 Menschen an den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Besonders unangenehm für die Betroffenen: Beide Erkrankungen verlaufen schubweise, sind nicht heilbar und erfordern daher die jahrelange Einnahme von Medikamenten – dabei wird vorwiegend der synthetische Entzündungshemmer „5-Aminosalicylsäure“ (5-ASA / Mesalazin) * eingesetzt, der stark wirkt, aber auch Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Juckreiz zeigt.


Um diese, insbesondere mit der Langzeittherapie verbundene Nebenwirkungen und gesundheitliche Risiken zu minimieren, sind pflanzliche Arzneimittel von besonderem Interesse. Doch bei vielen Präparaten liegen weder Daten aus wissenschaftlichen Untersuchungen vor noch wurde ihre Wirksamkeit gegen den „Goldstandard Mesalazin“ überprüft. Die Universität Duisburg-Essen hat nun erstmals eine Vergleichsstudie durchgeführt, in der die Wirkung von Mesalazin mit der eines pflanzlichen Arzneimittels ** zur Erhaltung der schubfreien Phase verglichen wurde.


In dieser von Prof. Jost Langhorst durchgeführten Studie konnte gezeigt werden, dass ein pflanzliches Arzneimittel bei chronischer Dickdarmentzündung, Colitis ulcerosa, zur Erhaltung der schubfreien Phase vergleichbar wirksam ist wie ein Standardmedikament. Damit konnte der Studienleiter Prof. Langhorst erste Hinweise darauf erkennen, dass das pflanzliche Arzneimittel bei Colitis ulcerosa eine wirksame phytotherapeutische Alternative zum Erhalt der Beschwerdefreiheit darstellen kann.

Fragen Sie Ihren Arzt daher nach pflanzlichen Alternativen, wenn Sie Probleme mit Ihrer aktuellen Therapie haben. Jedoch ändern Sie bitte keinesfalls Ihre ärztlich verordnete Behandlung eigenmächtig ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt!


* Der Wirkstoff Mesalazin ist in Deutschland, Österreich und Schweiz unter zahlreichen Produktnamen erhältlich: Asacol / Asazine / Claversal / Mesagran / Mesazin / Mezavant / Pentasa / Salofalk.

** Aus rechtlichen Gründen darf außerhalb der Fachkreise kein Produkt genannt werden



Unterschiede Colitis ulcerosa & Morbus crohn

Colitis ulcerosa und Morbus Crohn werden unter dem Sammelbegriff „Chronisch entzündliche Darmerkrankungen“, kurz CED, zusammengefasst – und zwar deshalb, weil beide Erkrankungen zu Entzündungen im Darm führen und die Patienten unter ähnlichen Beschwerden leiden. Weiter ist beiden CED gemeinsam, dass die Ursachen weitgehend unbekannt und die Krankheiten im engeren Sinn nicht heilbar sind – die Betroffenen leiden also ihr Leben lang unter Colitis ulcerosa oder unter Morbus Crohn. Therapieziel ist es, die Betroffenen in eine dauerhafte Symptomfreiheit (Remission) zu bringen, in der sich die Situation der Betroffenen von der Darmgesunder (nahezu) nicht unterscheidet. Wichtig ist die genaue Diagnose zur Unterscheidung der beiden Krankheitsbilder, denn es gibt auch gravierende Unterschiede, die für die Therapie relevant sind:

Colitis ulcerosa

• Entzündung ausschließlich Dickdarm 
• Entzündung der Schleimhaut 
• Entfernung des Dickdarms möglich 
• Rauchen kein Risikofaktor

Morbus crohn

• Entzündung vorwiegend Dünn- & Dickdarm
• Entzündung aller Schichten der Darmwand
• Operationen führen nicht zur „Heilung“
• Raucher deutlich öfter betroffen

 Für beiden Erkrankungen gilt darüber hinaus: Es sind auch Entzündungen außerhalb des Darms möglich (z.B. Gelenke, Rücken, Augen, Leber)

* Der Wirkstoff Mesalazin ist in Deutschland, Österreich und Schweiz unter zahlreichen Produktnamen erhältlich: Asacol / Asazine / Claversal / Mesagran / Mesazin / Mezavant / Pentasa / Salofalk.


Reizdarmbeschwerden

Das Reizdarm-Syndrom gehört zu den häufigsten Beschwerdebildern des Verdauungstraktes. Etwa fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden an dieser chronischen Erkrankung. Typische Beschwerden wie Durchfall, Krämpfe, Blähungen und Verstopfung treten häufig im Wechsel auf und beeinträchtigen stark die Lebensqualität der Betroffenen. Die Bewegungsabläufe im Darm sind gestört, oft werden schon normale Verdauungsvorgänge als schmerzhaft empfunden, ohne dass organische Veränderungen im Magen-Darm-Trakt nachzuweisen sind. Betroffene klagen darüber, dass die Verdauung ihren Tagesablauf diktiert.

Wichtiger Hinweis: Beim Auftreten von unklaren Krankheitserscheinungen sollten Sie stets Ihren Arzt befragen.