Myrrhinil-Intest®

Experteninterview

Prof. Dr. med. habil. Karin Kraft

 

Interview mit Prof. Dr. med. habil. Karin Kraft, Lehrstuhl für Naturheilkunde, Universitätsmedizin Rostock

„Die Anwendung von Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle in der Volksmedizin“

1. Welchen Stellenwert hat Myrrhe in der Naturmedizin?
Myrrhe ist das Harz des Baumes Commiphora molmol. Myrrhe wird seit Jahrtausenden im Mittelmeerraum und in den letzten Jahrhunderten auch in Mitteleuropa wegen seiner antientzündlichen und wundheilungsfördernden Wirkung eingesetzt.

2. Wie wichtig ist Kamille in der Naturheilkunde?
Die Wirkstoffe der seit der Antike verwendeten Kamillenblüte und des daraus gewonnenen Öls sind gründlich erforscht. Kamillenblüten und Kamillenblütenöl werden sowohl wegen entzündungshemmender und krampflösender Wirkung als auch wegen entspannender, entblähender und wundheilungsfördernder Eigenschaften hoch geschätzt. Wichtig ist eine gute Qualität, die auch eine gute Verträglichkeit bedingt.

3. Welche Eigenschaften zeichnen Kaffeekohle als Phyto-Arznei aus?
Kaffeekohle wird durch Rösten und anschließendes Vermahlen der grünen getrockneten Kaffeefrüchte hergestellt. Sie wirkt aufsaugend („absorbierend“) und zusammenziehend auf die Darmschleimhaut („adstringierend“). Dementsprechend wird sie zur Bindung von schädlichen Stoffen im Darm und von Gärungsprodukten verwendet sowie zur Verminderung der körpereigenen Flüssigkeitsabgabe in den Darm.

4. Wann erachten Sie eine Unterstützung der Magen-Darm-Funktion als sinnvoll?
Störungen der verschiedenen Funktionen des Magen-Darm-Trakts sind sehr häufig. Sie äußern sich in Schmerzen, Sodbrennen, Völlegefühl, Blähungen, Spasmen, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall („Diarrhoe“) und Verstopfung („Obstipation“), auch verschiedene Beschwerden im vegetativen Nervensystem können dadurch ausgelöst werden. Bei leichteren Beschwerden ist eine alleinige Phytotherapie ausreichend, bei stärkeren kann Phytotherapie begleitend verwendet werden, unter anderem um Nebenwirkungen zu verringern.